Fentanyl-Entzug: Befreien Sie sich vom Schmerzpflaster
Ein Fentanyl-Entzug ist oft der einzige Ausweg aus einer Spirale, die meist mit einer notwendigen Schmerztherapie begann. Viele Patienten rutschen durch ein verordnetes Fentanyl Pflaster (transdermales Pflaster) ungewollt in eine starke körperliche Abhängigkeit. Wer versucht, den Konsum von Fentanyl eigenständig und abrupt zu beenden, riskiert einen qualvollen kalten Entzug, der physisch und psychisch kaum durchzuhalten ist.
Unsere Privatklinik im Schweizer Aargau bietet Patienten aus Deutschland eine spezialisierte Anlaufstelle, um diesen Kreislauf zu durchbrechen – diskret und ohne lange Wartezeiten. Bei uns entziehen Sie fernab vom Alltag unter ärztlicher Aufsicht. Wir setzen auf modernste Verfahren, um die Belastung für Ihren Körper zu minimieren und den Entzug so sanft wie möglich zu gestalten.
Unterstützung durch unsere Klinik
- Neuro Jet® IX-Stimulation: Diese Methode bietet eine zuverlässige Basis für die Entgiftung. Psychische und körperliche Entzugserscheinungen können dadurch sofort nach Klinikeintritt effektiv gelindert werden.
- Medikation: Ergänzend zur Endorphin-Stimulation bieten wir eine situationsgerechte medikamentöse Therapie an. Diese dient gezielt der Abschwächung von verbleibenden Entzugssymptomen und erleichtert den gesamten Entzugsverlauf.
- Persönliche Unterstützung: In unserer Klinik legen wir großen Wert auf eine familiäre Atmosphäre, die Ihnen Geborgenheit in dieser schwierigen Zeit bietet. Unsere engagierten Mitarbeiter stehen Ihnen rund um die Uhr zur Seite, um Sie während des akuten Entzugs professionell zu begleiten.
- Beratung vor und nach dem Entzug: Wir nehmen uns die nötige Zeit, um umfassend auf Ihre persönliche Situation einzugehen. Mit unserer Expertise bieten wir Ihnen eine umfassende Beratung, um gemeinsam mit Ihnen den bestmöglichen Weg für Ihre zukunftige Stabilität zu planen.
- Organisation medikamentöse Abstinenzhilfe: Zur Rückfallprophylaxe ist es möglich, nach erfolgtem Entzug und negativem Opioid-Test ein Medikament einzunehmen, welches die Wirkungen von Opioiden im Gehirn blockiert (Opioid-Antagonist). Dieses Medikament kann direkt über uns bezogen oder zur weiteren Verordnung über Ihren Hausarzt organisiert werden.
Neuro-Elektrische Stimulation und Fentanyl-Entzug
Die gefürchteten Entzugssymptome werden bei uns durch den gezielten Einsatz von Frequenzstimulation behandelt. Der Neuro Jet® IX wurde in unserer Klinik auf Basis der bewährten Neuro-Elektro-Stimulation (NES oder NET) weiterentwickelt.
Mit dem Neuro Jet® IX, einem computergesteuerten Therapiegerät, wird die körpereigene Opiatproduktion (Endorphine) angeregt, wodurch eine schnellere Umstellung des Stoffwechsels erreicht wird. Die Entzugssymptome werden so nachhaltig gelindert und der gesamte Opiatentzugsprozess deutlich verkürzt.
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung
Um die Erfolgsaussichten bestmöglich zu begünstigen, sollten im Vorfeld bestimmte Faktoren geklärt sein. Unser Fokus liegt auf dem körperlichen Entzug und einer effektiven Entgiftung, um eine Grundlage für weiterführende Massnahmen zu schaffen.
- Allgemeine Lebenssituation: Eine stabile Lebensführung mit einem unterstützenden sozialen Umfeld und einem geregelten Tagesablauf begünstigt den Entzugsprozess und die anschließende Abstinenz massiv.
- Gesundheitszustand: Eine Vorabklärung des allgemeinen Gesundheitszustands (z.B. psychische Beschwerden) ist wichtig.
- Somatische Vorabklärung: Bei Patienten, die Fentanyl aufgrund einer Behandlung chronischen Schmerzen einnehmen, ist eine einwandfreie somatische Vorabklärung wichtig.
- Motivation: Die Bereitschaft zur Veränderung und die Entzugsmotivation sind entscheidende Faktoren für den Erfolg.
- Zielsetzung: Es sollte ein klares Ziel und Setting für die Zeit nach dem Entzug definiert sein.
Vorbereitung auf einen stationären Entzug von Fentanyl
Damit es bewältigbar ist, einen Entzug von Opioiden / Opiaten in 5 Tagen zu überwinden, braucht es vor allem etwas Disziplin im Umgang mit der letzten Dosis und eine gute Vorbereitung.
- Dosierungsreduktion: Ein Entzug kann bei uns ab einer täglichen Dosis zwischen 25–50mcg (Mikrogramm) pro Stunde (transdermales Pflaster) stattfinden. Wenn Ihre aktuelle Dosierung höher liegt, unterstützen wir Sie gerne dabei, einen Plan zu entwickeln, um die Fentanyl-Dosierung zu reduzieren.
- Konsumform: Die Konsumform kann einen Einfluss auf den Entzugsverlauf und die Entzugssymptomatik haben. Eine gute Vorbereitung ist daher umso wichtiger und die vorgängige Umstellung auf eine „entzugsgeeignetere“ Einnahmeform ist zentral. Wir sind uns bewusst, dass eine Umstellung der Konsumform (gerade bei oralem, nasalem, inhaliertem oder gar intravenösem Konsum) nicht immer leicht ist. Gelingt es Ihnen aus eigener Kraft, eine gute Ausgangslage zu erarbeiten, ist die Prognose im Nachhinein oft besser.
Wie ist der Verlauf eines Fentanyl-Entzugs?
Die Wahrnehmung und Ausprägung eines Fentanyl-Entzugs sind individuell. Erste Entzugssymptome können schon einige Stunden nach dem letzten Konsum einsetzen (in Abhängigkeit von der Konsumform). Welche Symptome bei einem Entzug von Opiaten auftreten, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die gesundheitliche Konstitution, die persönliche Einstellung und Perspektive, die Konsumhöhe, die Konsumform, die Konsumdauer, das Lebensalter und die Behandlungsmöglichkeiten. Eine allgemein gültige Aussage über den Verlauf des Entzugssyndroms ist daher generell nicht möglich.
Der Hauptteil des Entzugs dauert bei uns etwa drei Tage. In dieser Zeit können folgende Symptome stärker, schwächer oder gar nicht auftreten:
- Körperliche Symptome: Exzessives Schwitzen, Gähnen, Tränenfluss, Appetitlosigkeit, Restless-Legs-Syndrom, Muskel- und Knochenschmerzen, Übelkeit, Bauch- und Unterleibskrämpfe, hoher Puls, erweiterte Pupillen, hoher Blutdruck, Durchfall.
- Psychische Entzugserscheinungen Stimmungsschwankungen, Ängste, Schlafstörungen, Unruhe, Dysphorie, starkes Verlangen nach der Substanz (Craving).
Erholungsphase
Nach ca. drei Tagen ist der schwierigste Teil des Entzugs geschafft und die Erholungsphase setzt ein. Am vierten Tag besuchen wir mit unseren Klinikgästen bereits ein Thermalbad. Das warme Wasser trägt dazu bei, etwaige noch leicht vorhandene Entzugssymptome günstig zu beeinflussen und die neugewonnene Freiheit bereits etwas zu genießen.
Allfällig verbleibende leichte Entzugserscheinungen und Erschöpfungszustände nach einer medizinischen Entgiftung können in Abhängigkeit der Applikationsform, der eingenommenen Menge, des Alters, der Dauer des Konsums, der körperlichen Fitness und der psychischen Gesundheit variieren.
Durch eine gesunde Lebensweise werden die Selbstheilungskräfte des Körpers die Leistungsfähigkeit jeden Tag ein weiteres Stück wiederherstellen. Geduld und das nötige Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten begünstigen diesen Prozess.
Nüchternheit und emotionale Herausforderungen
Ein wichtiger Punkt: Durch die Abstinenz im Laufe des Entzugs werden Sie nüchtern. Für viele Betroffene ist dies nach langer Zeit ein überwältigender Prozess. Die Sinne werden schärfer, die Wahrnehmung intensiver und lange unterdrückte Emotionen kommen wieder an die Oberfläche – ein Prozess, der von uns als „Auftauen der Seele“ beschrieben wird.
Diese emotionale Wiederentdeckung kann herausfordernd sein. Der körperliche Entzug ist daher nur die erste, wichtige Grundlage für weiterführende therapeutische Maßnahmen. Für die Zeit nach einem Entzug empfehlen wir eine Kognitive Verhaltenstherapie (KVT). Dieser therapeutische Ansatz hilft dabei, Strategien zu erarbeiten, um fehlangepasste Denkmuster und Verhaltensweisen zu identifizieren und nachhaltig zu verändern.
Was ist Fentanyl?
Fentanyl ist ein synthetisches Opioid und wirkt als Agonist am μ-Opioidrezeptor (Vermittlung von Effekten wie Euphorie, Schmerzlinderung, Herabsetzung der Atmung etc.) mit einer ca. 100- bis 125-fach stärkeren Wirkung als Morphin. Der Wirkstoff findet besonders bei Durchbruchschmerzen im Zuge einer Krebserkrankung sowie bei starken chronischen Schmerzen Anwendung. Fentanyl kann unterschiedlich appliziert werden:
- Intravenöse Injektion: Das Medikament wird aufgrund seiner guten Steuerbarkeit (kurze Halbwertszeit) häufig bei operativen Eingriffen im Rahmen einer Allgemeinanästhesie (Narkose) verwendet.
- Transdermal (über die Haut): Häufig wird der Wirkstoff in Form von transdermalen Pflastern verordnet. Auf die Haut geklebt, wird das hochpotente Schmerzmittel bei akuten oder chronischen Schmerzzuständen eingesetzt. Der fettlösliche Wirkstoff wird kontrolliert zur Aufnahme über die Haut freigesetzt. Transdermale Pflaster sind mit einer Wirkstoffmenge von 12,5 / 25 / 50 / 75 oder 100 µg (Mikrogramm) pro Stunde erhältlich.
- Oral: Die Anwendungsmöglichkeiten von Fentanyl als Lutschtabletten (z. B. Actiq®) sind zur Therapie von Durchbruchschmerzen bei Patienten und Patientinnen bestimmt, die im Rahmen einer „Basistherapie“ bereits mit anderen Opiaten behandelt werden. Das heißt z. B. bei einer plötzlichen, deutlichen Verschlechterung der Schmerzsymptomatik bei einem bestehenden Tumorleiden oder anderen chronischen Erkrankungen.
- Nasal: Der Wirkstoff kann als Spray (z. B. Instanyl®) über die Schleimhäute der Nase aufgenommen werden. Wie bei der oralen Gabe steht bei dieser Anwendungsform als Indikation die Therapie von Durchbruchschmerzen im Vordergrund.
Wie wirkt Fentanyl?
Fentanyl interagiert vor allem mit dem µ-Opioid-Rezeptor. Die wichtigsten therapeutischen Effekte sind die Aufhebung bzw. Unterdrückung von starken Schmerzen (Analgesie) und die Sedierung.
Wie schnell eine Wirkung eintritt und wie lange diese anhält, hängt – ähnlich wie die Menge an Fentanyl, die in den Körper gelangt – von der Darreichungsform ab. Wird Fentanyl z. B. in Form eines Matrixpflasters auf die Haut aufgeklebt, tritt die Wirkung am langsamsten ein (nach mehreren Stunden).
Fentanyl ist gut fettlöslich (lipophil). Der Wirkstoff sammelt sich daher schnell im Skelettmuskel- und Fettgewebe an und wird langsam ins Blut abgegeben. Fentanyl passiert uneingeschränkt die Blut-Hirn-Schranke. Der Wirkstoff wird schnell und umfangreich in der Leber verstoffwechselt. Eine Fentanyl-Dosis wird zu ca. 75 % hauptsächlich in Form von Metaboliten (zum größten Teil Norfentanyl) über den Urin ausgeschieden.
Wie entsteht eine Fentanyl-Abhängigkeit?
Eine Fentanyl-Abhängigkeit entsteht schleichend. Am Anfang der Einnahme steht häufig die Behandlung chronischer Schmerzen oder eine missbräuchliche Einnahme. Hauptgründe für eine wiederholte Zufuhr des Medikaments sind die erwünschten Effekte wie Schmerzlinderung und besonders die emotionale Entlastung aufgrund der euphorisierenden Wirkung.
Mit der Zeit passt sich der Organismus an die Dauerzufuhr des Opioids an. Es entsteht eine Opiattoleranz. Die Gewöhnung verlangt nach immer höheren Dosen, um den gleichen Effekt zu erhalten. Infolgedessen wird die Dosis nicht selten schrittweise auf deutlich mehr als die maximale therapeutische Empfehlung erhöht.
Das Absetzen der Substanz nach einiger Zeit (z. B. zur Überprüfung des Schmerzbildes) kann, zumeist auch unerwartet, zu körperlichen und psychischen Entzugssymptomen führen. Mit anfänglich nur leichten, mit Dauer des Ausbleibens aber immer stärkeren Symptomen verlangt der Körper nach einer erneuten Zufuhr von Fentanyl-Präparaten. Diesem heftigen, auch psychischen Verlangen wird dann meistens wieder entsprochen.
Die Angst vor Entzugssymptomen, erneut auftretende Schmerzen oder die Vermeidung von psychischem Unwohlsein nötigt viele Menschen mit einer Fentanyl-Abhängigkeit oft zu einer chronischen Einnahme.
Einen wichtigen Schritt aus diesem Dilemma bietet der ESCAPE Fentanyl-Entzug. Für die Zeit nach dem Entzug empfehlen wir eine psychotherapeutische Behandlung mit kognitiver Verhaltenstherapie (KVT). Dies ist ein therapeutischer Ansatz, der darauf abzielt, Strategien zu erarbeiten, um fehlangepasste Denkmuster und Verhaltensweisen zu identifizieren und zu modifizieren.
Welche handelsüblichen Medikamente enthalten Fentanyl?
Fentanylhaltige Medikamente sind unter verschiedenen Handelsnamen erhältlich (länderspezifisch von bestimmten Herstellern gekennzeichnet und vertrieben). Hierzu gehören zum Beispiel:
- z.B. Fentanyl-Mepha®, Actiq®, Instanyl®, Durogesic®
Mehr Informationen zu dieser Substanz finden Sie zum Beispiel bei der European Union Drugs Agency (EUDA): https://www.euda.europa.eu/publications/drug-profiles/fentanyl_de
Fentanyl-Entzug in der ESCAPE Klinik
Qualität
Signifikante Reduktion von Entzugssymptomen durch Stimulation körpereigener Opioide und unterstützender Medikation
Fragen und Antworten zum Fentanyl-Entzug
Wie lange dauert ein stationärer Fentanyl-Entzug?
In unserer Klinik dauert der körperliche Entzug von Fentanyl-Pflastern oder anderen Darreichungsformen lediglich 5 Tage. Durch den Einsatz des Neuro Jet® IX (Neuro-elektrische Stimulation) in Kombination mit einer gezielten, symptomlindernden Medikation können wir den Prozess massiv beschleunigen und die Entzugssymptome auf ein Minimum reduzieren.
Kann man Fentanyl-Pflaster einfach selbst absetzen?
Davon ist dringend abzuraten. Fentanyl ist ein hochpotentes Opioid; ein eigenständiges Absetzen führt meist zu schweren körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen. Ein stationärer, medizinisch begleiteter Entzug ist der sicherste Weg, um Komplikationen zu vermeiden und die Abbruchrate zu senken.
Werden die Kosten für den Entzug in der Schweiz von deutschen Krankenkassen übernommen?
Nein, die Behandlung in unserer Privatklinik erfolgt auf Basis der Eigenfinanzierung. Deutsche Krankenkassen (gesetzlich und privat) übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Dies bietet Ihnen jedoch den Vorteil absoluter Diskretion, da keine Informationen über die Abhängigkeit in Ihre deutsche Versicherungsakte gelangen.
Benötige ich eine ärztliche Einweisung für die Aufnahme?
Nein. Wir ermöglichen eine unkomplizierte und diskrete Aufnahme ohne bürokratische Hürden. Sie benötigen keine ärztliche Zuweisung oder Einweisung aus Deutschland. Ein direktes medizinisches Erstgespräch mit unserer Klinikleitung genügt, um Ihren Aufenthalt zu planen.
Ab welcher Pflaster-Dosierung ist ein Entzug bei Ihnen möglich?
Ein stationärer Entzug ist bei uns ab einer täglichen Dosis von 25–50 µg/h (Mikrogramm pro Stunde) bei transdermalen Pflastern möglich. Sollte Ihre aktuelle Dosierung höher liegen, unterstützen wir Sie bereits im Vorfeld dabei, die Dosis sicher auf ein Niveau zu reduzieren, das den 5-Tage-Entzug ermöglicht.
Wie erreiche ich die Klinik aus Deutschland am besten?
Die Anreise ist unkompliziert. Wir empfehlen den Flug zum Flughafen Zürich (ZRH) oder die Anreise per Bahn über den Bahnhof Aarau. Von dort aus erreichen Sie uns bequem mit der Regionalbahn. Gerne holen wir Sie direkt am Bahnhof Schöftland ab, um Ihnen die letzten Meter zur Klinik so angenehm wie möglich zu gestalten.
Erfahrungsberichte
Patienten erzählen über Ihre Erfahrungen des Aufenthalts in unserer Klinik.
Nachsorge
Was sind die Herausforderungen nach einem erfolgreichen Entzug?
Kosten für Entzug
Erfahren Sie mehr über die Preisgestaltung eines Entzugs in der ESCAPE Klinik.
Entzugsablauf
Lernen Sie mehr über unsere innovative ESCAPE Entzugstherapie.
Die ESCAPE Klinik
Seit 30 Jahren unterstützen wir unsere Patienten und Patientinnen.
