Mohntee & Mohnkapseltee: Wissenswertes über Morphine Wirkung, Abhängigkeit und den Weg zum Entzug
Einleitung: Eine trügerische Verlockung mit ernsten Konsequenzen
Mohntee, oft aus getrockneten Mohnkapseln des Schlafmohns zubereitet, wird in manchen Kreisen als Hausmittel gegen Schmerzen oder Schlaflosigkeit verharmlost. Diese Wahrnehmung ist jedoch fatal. Hinter der Fassade eines vermeintlich natürlichen Produkts verbirgt sich eine unkontrollierbare Mischung hochwirksamer Opioide, allen voran Morphin und Codein. Der Konsum ist ein Spiel mit dem Feuer, das schnell zu einer Abhängigkeit führen kann. Die effektive Kommunikation dieser Risiken ist wichtig, um Menschen vor den Folgen zu schützen.
Die Gefahr hinter Mohntee
Im Gegensatz zu pharmazeutisch hergestellten Opioiden, deren Dosierung exakt kontrolliert wird, schwankt der Wirkstoffgehalt in Mohnkapseln. Jede Tasse Tee ist ein unkalkulierbares Risiko. Die vermeintliche Linderung von Beschwerden kann nahtlos in einen Teufelskreis aus Toleranzentwicklung, Dosissteigerung und schliesslich einer Sucht- und Abhängigkeitserkrankung münden. Das teilweise Fehlen von Bewusstsein für diese Gefahr macht die Aufklärung umso dringlicher.
Was Sie in diesem Artikel erwartet: Umfassende Aufklärung und Hilfestellung
Dieser Leitfaden bietet Ihnen fundierte Inhalte zu Mohntee und Mohnkapseltee. Wir beleuchten die botanischen Grundlagen, die pharmakologische Wirkung der enthaltenen Opioide, den schleichenden Prozess der Abhängigkeitsentwicklung sowie die möglichen Entzugserscheinungen. Wir zeigen Wege auf, wie Betroffene und Angehörige bei uns Hilfe finden können.
Warum dieses Thema Relevanz hat: Steigende Fälle und mangelndes Bewusstsein
Die einfache Verfügbarkeit von Mohnkapseln über das Internet und die Verbreitung von Fehlinformationen in Online-Foren haben zu einer besorgniserregenden Zunahme des Konsums geführt. Viele Konsumenten sind sich der illegalen Natur und der Gefahren nicht bewusst. Eine gezielte Veröffentlichung von Fakten ist daher relevant, um die öffentliche Wahrnehmung zu schärfen und die Reichweite wichtiger Gesundheitswarnungen zu erhöhen.
Mohntee und Mohnkapseltee: Was verbirgt sich dahinter?
Um die Gefahr von Mohntee zu verstehen, ist zunächst ein Blick auf seine Herkunft und Zusammensetzung sinnvoll. Es handelt sich nicht um ein standardisiertes Produkt, sondern um einen selbst hergestellten Sud mit unvorhersehbarem Potenzial.
Botanische Grundlagen: Der Schlafmohn (Papaver somniferum) und seine Opioide
Der Schlafmohn ist die einzige Pflanzenart, aus der Opium und die daraus gewonnenen Alkaloide wie Morphin und Codein in relevanten Mengen extrahiert werden können. Der Anbau von Schlafmohn zur Opiumgewinnung ist in vielen europäischen Ländern streng reglementiert und genehmigungspflichtig. Die zur Herstellung von Mohntee verwendeten Kapseln stammen oft aus legalen oder illegalen Quellen oder von Ziersorten, deren Wirkstoffgehalt unberechenbar ist. Menschen mit einer Abhängigkeit von Mohntee, die sich an uns wenden, sind grösstenteils in Österreich wohnhaft. Dazu ein Artikel aus den Salzburger Nachrichten von 2023: https://www.sn.at/panorama/oesterreich/drogen-sind-legal-zu-erwerben-139270912
Herstellung und Konsumformen: Von der Kapsel zum Tee
Typischerweise werden getrocknete und zerkleinerte Mohnkapseln (manchmal auch Stängel) mit heißem Wasser übergossen und für einige Zeit ziehen gelassen. Der so entstandene Sud wird getrunken. Diese simple Zubereitungsmethode ist trügerisch, da sie eine präzise Dosierung der psychoaktiven Substanzen unmöglich macht.
Die Inhaltsstoffe: Morphin, Codein und andere Alkaloide – eine variable Gefahr
Die getrockneten Kapseln des Schlafmohns enthalten über 40 verschiedene Alkaloide. Die pharmakologisch relevantesten sind Morphin und Codein. Ihr Gehalt kann je nach Sorte, Anbaubedingungen, Erntezeitpunkt und Lagerung um ein Vielfaches variieren. Diese Unberechenbarkeit macht jede einzelne Dosis zu einem unkalkulierbaren Experiment.
Warum Menschen Mohntee konsumieren: Schmerzlinderung, Entspannung oder Rausch?
Die Motive für den Konsum sind vielfältig. Einige suchen eine Alternative zu verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln, andere erhoffen sich Linderung bei Schlafstörungen oder Angstzuständen. Wieder andere nutzen Mohntee gezielt zur Erzeugung eines euphorischen Rauschzustandes. Unabhängig von der ursprünglichen Motivation ist der Weg in die Abhängigkeit für alle Konsumenten eine reale Gefahr.
Die Morphine Wirkung: Was im Körper geschieht
Morphin ist der Hauptwirkstoff im Mohntee und für dessen starke Effekte verantwortlich. Es bindet an spezifische Rezeptoren im zentralen Nervensystem und im Magen-Darm-Trakt und löst dort eine Kaskade von Reaktionen aus.
Der Wirkmechanismus im Gehirn: Wie Opioide das Schmerz- und Belohnungszentrum beeinflussen
Im Gehirn dockt Morphin an Opioidrezeptoren an. Dies blockiert die Weiterleitung von Schmerzsignalen und führt zu einer starken analgetischen (schmerzstillenden) Wirkung. Gleichzeitig stimuliert es das Belohnungssystem durch die Freisetzung von Dopamin, was zu Gefühlen von Euphorie und tiefem Wohlbefinden führt.
Die gewünschten Effekte: Analgesie, Euphorie und tiefe Sedierung
Die primär angestrebten Wirkungen sind eine effektive Schmerzlinderung, eine Reduktion von Angst und Stress, ein Gefühl wohliger Wärme und emotionaler Distanz sowie in höheren Dosen eine starke Sedierung bis hin zum Schlaf.
Die unerwünschten und gefährlichen Nebenwirkungen: Von Übelkeit bis Atemdepression
Die Liste der Nebenwirkungen ist lang und gefährlich. Sie reicht von Übelkeit, Erbrechen und starker Verstopfung über Juckreiz und Pupillenverengung bis hin zur lebensbedrohlichen Atemdepression. Dabei wird der Atemantrieb im Hirnstamm so stark gedämpft, dass die Atmung verlangsamt wird und im schlimmsten Fall vollständig aussetzt.
Die unkontrollierbare Dosierung: Warum Mohnkapseltee besonders riskant ist
Da der Morphingehalt der Kapseln unbekannt ist, ist eine sichere Dosierung schwer möglich. Eine Menge, die an einem Tag nur eine milde Wirkung zeigte, kann am nächsten Tag mit Kapseln aus einer anderen Quelle eine stärkere Wirkung hervorrufen.
Kontrollierte Dosis vs. unkalkulierbare Dosis: Der Morphingehalt in Mohntee kann stark schwanken.
Der schleichende Weg in die Abhängigkeit
Opioidabhängigkeit entwickelt sich oft unbemerkt und schleichend. Was als gelegentlicher Konsum zur Linderung von Beschwerden beginnt, wird schnell zur Notwendigkeit, um den Alltag überhaupt noch bewältigen zu können.
Toleranzentwicklung: Der Teufelskreis des immer Höherdosierens
Der Körper gewöhnt sich schnell an die regelmässige Zufuhr von Morphin. Um die gleiche Wirkung zu erzielen, müssen die Dosen stetig erhöht werden. Diese Toleranzentwicklung ist ein zentraler Mechanismus, der Konsumenten immer tiefer in die Sucht treibt und auch das Risiko einer Überdosierung erhöhen kann.
Körperliche Abhängigkeit: Wenn der Körper ohne Mohntee nicht mehr funktioniert
Bei regelmässiger Einnahme stellt sich der Stoffwechsel des Körpers auf die Substanz ein. Bleibt die Zufuhr aus, reagiert der Körper mit Entzugserscheinungen, da er „verlernt“ hat, ohne das Opioid normal zu funktionieren.
Psychische Abhängigkeit: Die mentale Verankerung des Konsums
Neben der körperlichen Komponente entwickelt sich eine starke psychische Abhängigkeit. Der Konsum wird zur zentralen Bewältigungsstrategie für Stress, negative Gefühle oder Langeweile. Das Verlangen (Craving) nach der Substanz kann übermächtig werden das Denken und Handeln beeinflussen.
Die Rolle des Alltags und der Psyche: Soziale und psychologische Faktoren der Gewöhnung
Probleme im sozialen Umfeld, psychische Vorerkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen können die Entwicklung einer Abhängigkeit begünstigen. Der Tee wird zum vermeintlichen Fluchtpunkt vor der empfundenen Realität.
Warnsignale und Anzeichen einer Mohntee-Abhängigkeit bei sich selbst und anderen
Zu den Warnsignalen gehören der Verlust der Kontrolle über den Konsum, die Vernachlässigung von Pflichten und Hobbys, sozialer Rückzug, Geheimniskrämerei und körperliche Anzeichen wie ständige Müdigkeit, verengte Pupillen und Entzugssymptome bei ausbleibendem Konsum.
Wie Mohntee die Lebensqualität und soziale Bindungen beeinflusst
Die Sucht kann zur Zerstörung sozialer Beziehungen, zum Verlust des Arbeitsplatzes und zu finanziellen Problemen führen. Ein Grossteil der Zeit kann sich nur noch um die Beschaffung und den Konsum der Substanz drehen, was die Lebensqualität massiv einschränkt.
Entzugserscheinungen: Wenn der Körper rebelliert
Der Entzug von Opioiden ist eine belastende Erfahrung für den Körper und die Psyche. Die Symptome sind vergleichbar mit denen eines grippalen Infekts, jedoch um ein Vielfaches intensiver.
Typische Symptome: Eine Leidenszeit für Körper und Seele
Die Entzugssymptomatik ist umfassend und quälend. Sie beginnt oft schon 8-12 Stunden nach der letzten Dosis und erreicht nach 2-3 Tagen ihren Höhepunkt.
Physische Entzugssymptome: Gliederschmerzen, Durchfall, Schwitzen, Krämpfe
Zu den körperlichen Symptomen zählen starke Muskel- und Gliederschmerzen, Restless-Legs-Syndrom (unruhige Beine), Magenkrämpfe, Übelkeit, Durchfall, Gänsehaut, Schwitzen, laufende Nase, tränende Augen und Schüttelfrost.
Psychische Entzugssymptome: Angstzustände, Depressionen, Unruhe, Schlafstörungen
Psychisch können Betroffene unter innerer Unruhe, Angst- und Panikattacken, Schlafstörungen, Reizbarkeit und depressiven Verstimmungen leiden. Das Verlangen nach erneutem Konsum eines Tees wird in dieser Phase oft unerträglich.
Dauer und Intensität des Entzugs: Individuelle Unterschiede und Einflussfaktoren
Die akute Phase des Entzugs dauert mit unserer Unterstützung in der Regel 2-3 Tage. Die Intensität hängt von der Dauer der Höhe des Konsums und von anderen Faktoren ab. Auch nach Abklingen der akuten Symptome können psychische Beschwerden wie Depressionen und Schlafstörungen (Post-akutes Entzugssyndrom) noch einige Zeit andauern.
Kalter Entzug versus professionelle Begleitung:
Ein „kalter Entzug“ ist nicht zu empfehlen und führt häufig zu Überforderung. Gerne unterstützen wir Sie im Rahmen einer Beratung oder mit einem stationären Aufenthalt in unserer Klinik. Wir konnten schon etliche Menschen mit einer Mohntee-Abhängigkeit für einen Entzug begleiten und haben viel Erfahrung mit Mohntee-Entzügen. Durch die direkte Stimulation körpereigener Opioide (Endorphine) können wir mit dem ESCAPE-Verfahren den Entzugsprozess erleichtern und in seiner Dauer verkürzen. Zur einer zusätzlichen Linderung der Entzugssymptomatik nutzen wir entsprechende Medikamente. Die Behandlungsdauer beträgt 5 Tage. Während Ihres gesamten Aufenthalts sorgt unsere therapeutische Begleitung dafür, dass Sie bestmöglich unterstützt werden, auch nachts. Wir schaffen eine freundliche und familiäre Atmosphäre, in der Sie sich unterstützt fühlen können. Wir stehen mit viel Empathie und Fachkompetenz an Ihrer Seite, um Sie auf dem Weg in ein opiatfreies Leben zu begleiten.
Was kommt als Nächstes?
Sie haben nun ein umfassendes Verständnis zum Thema Mohntee und Mohnkapseltee gewinnen können. Wir haben die pharmakologische Wirkung von Morphin und den schleichenden Weg in die Abhängigkeit beleuchtet. Die wichtigste Erkenntnis ist: Mohntee ist kein harmloses Hausmittel, sondern eine Droge mit einem hohen Sucht- und Abhängigkeitspotenzial.
Wenn Sie selbst betroffen sind oder sich um eine nahestehende Person sorgen, zögern Sie nicht, unsere professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wir unterstützen Sie gerne und mit grossem Engagement, um eine individuell passende Lösung zu finden. Der Weg aus der Abhängigkeit ist schwierig, aber möglich. Der entscheidende erste Schritt ist, das Problem zu erkennen und den Mut zu haben, sich Unterstützung zu suchen.
Fragen und Antworten zur Mohnkapseltee-Abhängigkeit
Eine Person, die mir nahe steht, ist abhängig von Mohnkapseltee. Wie kann ich helfen?
Das Wichtigste, und oft auch das Schwierigste ist, zu akzeptieren, dass der Betroffene nur aus eigener Überzeugung bereit sein wird, an seinem Leben etwas zu ändern. Niemand kann einen anderen «retten». Durch die Wirkung von Mohnkapseltee ergibt sich eine verzerrte Wahrnehmung der Realität. Eine klare Haltung der Umgebung, die vom Süchtigen nicht die Konsequenzen seiner Sucht fernhält und von ihm verantwortliches Handeln fordert – und damit auch zutraut – ist deshalb häufig die beste Hilfe.
Bin ich abhängig von Mohnkapseltee?
Abhängigkeitskriterien nach dem ICD-10: Die ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) befasst sich mit international anerkannten Klassifikationen und Kriterien zur Klärung medizinischer Diagnostik. Nach ICD-10 besteht z. B eine Opioid- oder Opiatabhängigkeit, wenn während des letzten Jahres mindestens drei der folgenden Symptome oder Verhaltensweisen vorkamen: 1. ein starker Wunsch oder Zwang, die Opiate oder Opioide zu konsumieren, 2. verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Konsums (Kontrollverlust), 3. Substanzgebrauch mit dem Ziel, Entzugssymptome zu mildern, 4. körperliches Entzugssyndrom, 5. Toleranzentwicklung (Gewöhnung an höhere Dosen), 6. fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügen oder Interessen, 7. anhaltender Suchtmittelkonsum trotz des Nachweises eindeutiger schädlicher Folgen (wie Müdigkeit, depressive Verstimmung, Arbeitsplatzverlust) und 8. eingeengtes Verhaltensmuster im Umgang mit der Substanz. H. Dilling, W. Mambour, H. Schmidt: Internationale Klassifikation psychischer Störungen: ICD-10. 2. Auflage. Weltgesundheitsorganisation, Huber, Bern 2008.
Wie entsteht eine Opioid-Abhängigkeit?
Der menschliche Organismus ist in der Lage seine eigenen Opioide («endogene Morphine = Endorphine) herzustellen. Äusserst potente Substanzen, die schmerzstillende und euphorisierende Wirkungen zeigen. Durch wiederholte Zufuhr von externen Morphinen stellt sich der Körper auf den dadurch künstlich erhöhten Spiegel ein. Da ein übergrosses Angebot vorliegt, wird die körpereigene Produktion vermindert. Der Stoffwechsel des Organismus passt sich in vielerlei Hinsicht der externen Zufuhr an. Das Gehirn lernt, auf eine Art und Weise zu funktionieren, die dem dauernd erhöhten Pegel durch externe Opioide Rechnung trägt. Das Ausmass dieser «Abhängigkeit von externer Zufuhr» wird dabei im Wesentlichen von der Dosierung, der Dauer des Konsums, der Art der Substanz und Konsumform bestimmt. Deshalb ist es möglich, dass jemand auf Dauer mit einer Dosis lebt, die für einen gesunden Menschen mehr als einmal tödlich wäre. Dieses Phänomen nennt sich Opioidtoleranz. Die Gewöhnung verlangt nach immer höheren Dosen um den gleichen Effekt zu erhalten. Dabei gilt eine nichtlineare Skala. Wenn also die Opioidtoleranz dazu führt, dass der für das Wohlbefinden notwendige Spiegel nicht mehr erreicht wird, erfolgt eine Erhöhung der Dosis. Wird nun die Dosis um z.B. 10% erhöht, führt das auf Dauer zu hohen Schritten in absoluten Zahlen, die dann mit der Zeit über die Gewöhnung wiederum an Wirkung einbüssen. Dieses «hinterherrennen» ist Ursache für viele Probleme, zum Beispiel bei chronischen Schmerzen, da mit den höheren Dosen auch die Nebenwirkungen zunehmen. In der Regel ist es empfehlenswerter, die Opioidtoleranz mit gezielten Massnahmen in Schach zu halten als die Dosis zu erhöhen. Während einer Entzugsbehandlung wir die Opioidtoleranz praktisch vollkommen rückgängig gemacht, das heisst der erneute Konsum der Eingangsdosis könnte am Ende des Entzugs zu ernsten Problemen («Überdosis») führen. Die Opioid-Abhängigkeit bleibt ohne direkte Konsequenzen, solange der notwendige Spiegel durch externe Zufuhr dauernd erneuert wird und ein gewisses Minimum nicht unterschreitet. Diese stete Erneuerung wird durch den Stoffwechsel verlangt, der die Opioide laufend abbaut. Solange die Zufuhr regelmässig erfolgt, bleibt der Umbau der Funktionsweise des Organismus ohne allzu offensichtliche Symptome. Mit einer Opioid-Abhängigkeit lässt sich sehr unauffällig leben, wenn die (oft mehrmals) tägliche Zufuhr nicht unterbrochen wird. Kommt es zu einem Unterbruch der Einnahme, sinkt der Spiegel der körperfremden Opioide langsam ab. Ab einer bestimmten Schwelle wird das als Entzugserscheinung wahrgenommen. Mit Anfänglich nur leichten, mit Dauer des Ausbleibens aber immer stärkeren Symptomen verlangt der Körper nach externer Zufuhr. Diesem heftigen auch psychischem Verlangen wird dann meistens wieder entsprochen und der Zyklus beginnt von Neuem.
Was sind Entzugssymptome?
Anzeichen, welche sich nach einer Gewöhnung, bei der ausbleibenden Zufuhr eines Opioids zeigen. Die Symptome treten in Abhängigkeit der eingenommenen Substanz und der Applikationsform (z.B. oral oder nasal), zeitlich schneller oder langsamer und schwächer oder stärker auf. Unabhängig von der Art des verwendeten Opioids sind die Anzeichen für einen Entzug bei allen Opioiden ähnlich. Kurz ein paar der häufigsten (körperlichen) Entzugssymptome: • Rhinorrhoe (laufende Nase) • Niesen • Mydriasis (Weitstellung der Pupillen) • Tränenfluss • Gähnen • Doppelbilder • Übelkeit und Erbrechen • Abdominelle Spasmen (Bauch- und Unterleibskrämpfe) • Diarrhoe (Durchfall) • Kein oder sehr unruhiger Schlaf • Muskelschmerzen oder -krämpfe • Schwitzen • Piloerektion (Gänsehaut), wiederholte Schauer • Schüttelfrost • Tachykardie (schneller Puls) oder Hypertonie (hoher Blutdruck) Daneben gibt es auch psychische Entzugssymptome wie Suchtdruck (Craving). Der Begriff «Craving» bezeichnet ein starkes Verlangen, Suchtmittel zu konsumieren und sind ein zentrales Merkmal einer Sucht. Auftreten und Ausprägung sind in hohem Masse zustands- und situationsabhängig. Craving wird meistens begleitet von Unruhegefühlen, Ängsten und depressiven Verstimmungen.
Was ist der Unterschied zwischen Abhängigkeit und Sucht?
Abhängigkeit bedeutet die Gewöhnung des Organismus an die externe Zufuhr von Opiaten. Sucht bezeichnet die Ausbildung (Konditionierung) von drängenden und zwanghaften Konsumimpulsen, die sich u. a. durch die verschiedenen neuropsychologischen Wirkungen der Opiate im Mohnkapseltee ergibt. Die Abhängigkeit lässt sich mit einem ESCAPE-Entzug relativ einfach beheben. Die Sucht muss mit der individuell richtigen Vorgehensweise behandelt werden. Die Erfolgsergebnisse sind in etwa ähnlich wie bei anderen chronischen Krankheiten. Es gibt jedoch keine schnellen Rezepte, oft braucht es beharrliche und wiederholte Therapieinterventionen, damit der daraus resultierende Lernprozess in eine dauerhafte Suchtfreiheit münden kann. Durch den komfortablen ESCAPE-Entzug und die hohe Wirtschaftlichkeit dieses Behandlungspfades ist es für Abhängige deutlich einfacher, sich mit ihrer Sucht auseinanderzusetzen, frei von Mohntee zu werden und es auch zu bleiben.
Mohnkapseltee-Entzug machen
So gelingt ein erfolgreicher Mohnkapseltee-Entzug
ESCAPE Mohnkapseltee-Entzug
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